Kirche vom Heiligen Herz Jesu in Córdoba
Kirche vom Heiligen Herz Jesu in Córdoba
Seid ihr in der Stadt der Glocken, dann müsst ihr diese Kirche unbedingt gesehen haben - die Kirche vom Heiligen Herz Jesu im Herzen von Córdoba. Die steht ganz oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten, die die Stadt Besuchern zu bieten hat. Bummelt ihr durch das Stadtzentrum, dann könnt ihr nicht anders, als den neugotischen Bau zu bemerken. Seine Schönheit macht ihn zu einem atemberaubenden Touristenmagnet und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Während meines dreiwöchigen Aufenthalts in Córdoba bin ich sehr oft an ihr vorbeigekommen, denn das prächtige Gotteshaus erhebt sich im Herzen von Córdoba und prägt das Stadtviertel. In die Kirche hineingehen konnte ich allerdings nicht, denn die Portale waren leider abgeschlossen, als ich an ihr vorbeikam. Na ja, jetzt weiß ich es fürs nächste Mal.
Wollt ihr aber auf Nummer sicher gehen, dann schaut doch bitte mal auf der Webseite von Córdoba Turismo (Fremdenverkehrsamt) vorbei für die Öffnungs- bzw. Gottesdienstzeiten und die Adresse.
Und jetzt lasst uns, die neugotische Kirche etwas näher anschauen.

Maria ist die Mutter Jesu Christi, der im Christentum der Sohn Gottes ist. Das dritte ökumenische Konzil in Ephesos A.D. 431 erklärte, nach einem Streit mit Bischof Nestorius, Maria zur Θεοτόκος (theotokos), zur Gottesgebärerin (gegen die Position einer Ανθρωποτόκος, anthropotokos, Menschengebärerin). Dadurch sollte nicht Maria hervorgehoben, sondern betont werden, dass Jesus Christus bereits als Gott geboren und nicht später zu Gott erhöht worden sei.[7]
Die Atlanten
Jesus zwischen den Heiligen und den Tugenden
Ein Stock unter dem Ziergiebel zieht sich an der ganzen Fassade entlang eine Art Galerie oder Balkon durch, die von den vorspringenden Nischen oder Tempelchen mit Fialen gleichmäßig eingeteilt/eingegliedert ist. Die Figuren, die darin gestellt wurden, stellen die Heiligen und Tugenden dar.Neben den zahlreichen Statuen, die die Fassaden der prächtigen Kirche ausschmücken und ins Auge stechen, fallen die asymmetrischen Türme auf. Auf der linken Seite ragt der vermeintlich unvollendete Turm hoch und auf der rechten der andere Turm mit seiner „Nadel“, seinem Helm, der in den Himmel ragt.
Vermeintlich unvollendet, wohlgemerkt. Denn der „abgeschnittene“
Turm wurde beabsichtigt nicht abgeschlossen. Der Turm weist nämlich auf den
Menschen hin, auf seine gefallene Natur, auf die Sünde, und das Vergängliche, während der andere mit dem spitz zulaufenden Turmhelm die in den Himmel
aufsteigende bzw. sich nach Erlösung sehnende Seele darstellt und
auch das Göttliche, die Vollkommenheit Gottes, und das Geistige versinnbildlicht.
Wollt ihr von eurem Besuch der Kathedrale noch mehr profitieren, die Türme hinaufgehen und neue Einblicke in die Geschichte und die Architektur dieses Wunderwerkes gewinnen und schöne Erinnerungen mit nach Hause bringen, dann bucht einen Kirchenrundgang mit einem erfahrenen Führer. Darüber hinaus erfährt ihr von dem Guide mehr über Augusto Ferrari, den italienischen Architekten und Schöpfer des Gotteshauses, der auf Drängen seines Vaters eine Ausbildung zum Architekten absolvierte und später aus eigener Initiative Malerei und Fotografie studierte. In dieser seiner Kirche, wohl sein Meisterwerk, konnte Augusto sein ganzes Wissen, Leidenschaft und Lebenswerk vereinen und zu einem Höhepunkt bringen.
Der 1933 eingeweihte aber erst 1983 (vollständig) fertiggestellte
Bau weist sowohl gotische als romanische Elemente auf und hebt sich von anderen
Kirchen durch die Vielzahl an Skulpturen an der Westfassade ab, zu denen menschliche
Figuren und Tiere (etwa Eidechsen, Frösche und Schildkröten) zählen und durch
sein farbenfrohes Erscheinungsbild in Gelbbraun-, Schwarz- und Rottönen.





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